Veranstaltungsdetails

Schule für Vakuumtechnik

Vakuumtechnik ist heute eine Schlüsseltechnologie in unterschiedlichen Industrie-Branchen und in der Wissenschaft. Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung grundlegender vakuumtechnischer Kenntnisse. Dabei steht das Erlernen des praktischen Umgangs mit vakuumtechnischen Standardgeräten, Pumpen, Komponenten und Messgeräten im Mittelpunkt.

Bereits seit 1989 findet die Schule für Vakuumtechnik einmal jährlich - jeweils im September - an der Frankfurt University of Applied Sciences und der Technischen Hochschule Mittelhessen statt. Sie richtet sich an Praktiker/-innen aus Industrieunternehmen, Forschungsinstituten und Hochschulen zu schaffen. Der Schwerpunkt der Weiterbildungsmaßnahme verbindet die Theorie der Vakuumtechnik mit der Schulung an Standardgeräten in Experimentieranlagen.

Dabei sind die praktischen Versuche die Besonderheit der Vakuumschule. So können die Teilnehmenden aus dreizehn Exponaten in Frankfurt und zehn vergleichbaren Exponaten in Gießen nach ihren individuellen Wünschen auswählen, an welchen Versuchen sie teilnehmen werden. Sie werden in Kleingruppen von maximal zwei Teilnehmenden und einem versierten Betreuer an diesen Anlagen geschult. Während der praktischen Versuche bedienen die Teilnehmenden die Anlagen selbst und führen Experimente wie beispielsweise Saugvermögensmessung oder Enddruckbestimmung eigenständig durch.

Eingerahmt wird die Vakuumschule von Vorträgen zu Grundlagen der Vakuumtechnik sowie anwendungsbezogenen Vorträgen.

Zielgruppe Praktiker/-innen aus Industrieunternehmen, Forschungsinstituten und Hochschulen, die im Bereich Vakuum tätig sind.
Teilnahmevoraussetzung Für die Teilnahme an der Vakuumschule werden keine vakuumtechnischen Fachkenntnisse vorausgesetzt.
Abschlussart Teilnahmebescheinigung
Beginn (Datum) 20.09.2021 - 10:00
Ende (Datum) 24.09.2021 - 13:00
Anmeldefrist 30.08.2021
Lehr- und Lernform Teilzeit
Programm / Zeitplan

Die Vakuumschule gliedert sich in drei Teile. 

Sie beginnt mit Vorträgen zu den Grundlagen der Vakuumtechnik am Montag in Frankfurt. Die Vorträge behandeln die Themen Grundlagen, Pumpenarten, Druckmessung und Lecksuche. Alle Vorträge werden den TeilnehmerInnen vorab in schriftlicher Form ausgeteilt.

Von Dienstag bis Donnerstag werden insgesamt sechs praktische Versuche in Kleingruppen durchgeführt. Diese finden je nach Wunsch der TeilnehmerInnen in Frankfurt und/oder Gießen statt. Hierbei können aus insgesamt 14 verschiedenen Versuchen sechs ausgewählt werden. In diesen Versuchen können die TeilnehmerInnen unter Anleitung von erfahrenen Hochschullehrern und Ingenieuren die theoretischen und praktischen Aspekte der grundlegenden Vakuumkomponenten erlernen. Besonderer Wert wird hierbei auf das eigenständige Arbeiten der TeilnehmerInnen gelegt. Beispiele für die Versuche sind neben fast allen Pumpenarten, Lecksuche, Massenspektrometrie, Beschichtungstechnik und vieles mehr. Zu allen Versuchen gibt es ausführliche theoretische Unterlagen, Anleitungen und Musterlösungen für die durchzuführenden Experimente.

Die Veranstaltung endet am Freitag mit Vorträgen in Gießen. In diesen Vorträgen werden eher anwendungsspezifische Fragen behandelt. Die Themen sind Konstruktion, Beschichtung sowie Anwendungen in Wissenschaft und Industrie. Auch diese Vorträge werden zusätzlich in schriftlicher Form verteilt.

Die verschiedenen Tage der Vakuumschule können auch einzeln gebucht werden. Immer volle Tage sind in beliebiger Kombination buchbar.

Das Programm  ist online abrufbar.

Weitere Informationen

Die Vakuumschule

Im Jahr 1989 entstand im Ausbildungsausschuss „Vakuumtechnik“ der Deutschen Vakuumgesellschaft (DVG) die Idee, eine Weiterbildungsmaßnahme für Praktiker aus Industrieunternehmen, Forschungsinstituten und Hochschulen zu schaffen. Der Schwerpunkt der Weiterbildung sollte weniger in der Theorie der Vakuumtechnik und mehr in der Schulung an Standardgeräten in Experimentieranlagen liegen.

 

Die erste Vakuumschule fand 1991 an der Technischen Universität „Otto von Guericke“, Magdeburg statt. Veranstaltet wurde sie von der Fachhochschule Frankfurt (heute Frankfurt University of Applied Sciences) und der Fachhochschule Gießen-Friedberg (heute Technische Hochschule Mittelhessen), in Kooperation mit der DVG und der TU Magdeburg. Aufgrund der räumlichen Distanz waren ab 1992 nur noch die beiden Fachhochschulen beteiligt, die DVG war aber weiterhin involviert.

 

Die praktischen Versuche sind die Besonderheit der Vakuumschule. Die Teilnehmer können aus dreizehn Exponaten in Frankfurt und zehn vergleichbaren Exponaten in Gießen nach ihren individuellen Wünschen auswählen. Sie werden in Kleingruppen von maximal zwei Teilnehmern und einem versierten Betreuer an diesen Anlagen geschult. Die Teilnehmer bedienen die Anlagen selbst und führen Experimente wie beispielsweise Saugvermögensmessung oder Enddruckbestimmung eigenständig durch.

 

Die Praxistage gehen von Dienstag bis Donnerstag. Sie sind der Grund für die limitierte Teilnehmerzahl von vierundzwanzig, denn die Anzahl der Anlagen und Betreuer ist begrenzt. Pro Tag sind nur zwei Versuche möglich, einer am Vormittag und einer am Nachmittag. Somit ergeben sich pro Teilnehmer maximal sechs praktische Versuche. Die Teilnehmer entscheiden selbst, ob sie die Versuche in Frankfurt oder Gießen durchführen möchten.

 

Eingerahmt wird die Vakuumschule von Vorträgen zu Grundlagen der Vakuumtechnik am Montag in Frankfurt und eher anwendungsbezogenen Vorträgen am Freitag in Gießen. Hierbei sind auch Vortragende von Vakuumfirmen vertreten. Firmen wie beispielsweise Pfeiffer oder Leybold erhalten zusätzlich die Möglichkeit, Werbematerial oder Vorführgeräte während der Vakuumschule auszustellen. Die Schulung ist jedoch strikt neutral und allein vom Vakuum bestimmt.

 

Zielgruppe sind alle Personen, die mit dem Vakuum zu tun haben. Das spiegelt sich auch in der heterogenen Gruppe der Teilnehmern wieder. Der unterschiedliche Kenntnisstand der Teilnehmer stellt jedoch kein Problem dar, denn durch die Kleingruppen kann sehr individuell auf spezielle Anforderungen eingegangen werden.

 

Die Schule für Vakuumtechnik findet nur einmal im Jahr statt, jeweils im September. Da sie immer in den Semesterferien veranstaltet wird, hat sich neben der Kurzform Vakuumschule auch der Begriff der Sommerschule etabliert.

 

Auch heute ist ganz im Sinne der Ursprungsidee das praktische Begreifen des Vakuums in all seinen Dimensionen die Hauptmotivation dieser Veranstaltung. Dem Motto „Wissen durch Praxis stärkt“ fühlen sich alle Vortragenden und Betreuer verpflichtet.

 

Der heutige Leiter der Vakuumschule, Dipl.-Ing. Christian Juhnke, hat diese von Anfang an begleitet. Seit März 2018 ist er der Vorsitzende des Ausbildungsausschuss „Vakuumtechnik“ der Deutschen Vakuumgesellschaft (DVG).

Kosten 1550 €
Kostenhinweis

Vorträge sind auch einzeln buchbar; Angehörige des öffentlichen Dienstes erhalten 10 Prozent Ermäßigung. Firmenrabatt auf Anfrage.

Hochschule Frankfurt University of Applied Sciences
Veranstaltungsort Frankfurt am Main
Straße KompetenzCampus
Hungener Straße 6
Gebäude B / 1. Etage
Stadt 60318 Frankfurt am Main
Ansprechpartner/-in Sylvia Ortlieb
Telefonnummer +49 69 15332681
E-Mail ortlieb(at)kompetenzcampus.fra-uas.remove-this.de
Infomaterial Download
Koordinationsstelle WissWeitID: 7098
letzte Änderung: 12.08.2019