Symposium: Europäische Klimapolitik – zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Wissenschaft und Zivilgesellschaft warnen zunehmend vor den Folgen des Klimawandels und fordern politische Entscheidungsträger auf zu handeln. Führende Forscher/-innen veröffentlichen Ergebnisse, die belegen, dass die Schere zwischen gegenwärtigen Entwicklungen weltweiter Treibhausgasemissionen und vereinbarten globalen Klimazielen weiter auseinander geht. Das Forschungsnetzwerk ist sich einig, dass es bereits bei 1°C erhöhter globaler Mitteltemperatur, zu einer Grenzüberschreitung komme, die langfristig gefährliche und unumkehrbare Umweltveränderungen mit sich bringen werde. Die Fridays for Future Bewegung spricht von einer „Klimakrise als reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation“ und sie zu bewältigen sei die „Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts“, so die Aktivist/-innen.
Mit der neuen Legislaturperiode der Europäischen Kommission kommt Bewegung in die europäischen Klimapolitik.
Der „European Green Deal“ wird zur Priorität in der EU. Sein Vorsatz: Klimaneutralität bis 2050. In diesem Jahr soll ein erster Gesetzentwurf zum europäischen Klimaschutz entstehen. Wird die EU in der Lage sein ihre ambitionierten Klima- und Energieziele zu erreichen? Laut Umweltbundesamt wird selbst Deutschland seine Minderungsziele für 2020, 40 Prozent weniger Treibhausgase als in 1990 auszustoßen, verfehlen.
Das Symposium wird einen Fokus auf europäische Städte und Landwirtschaft legen, die zugleich Verursacher und Leidtragende des globalen Klimawandels sind. Aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs und entsprechenden Anteils an CO₂-Emissionen haben Städte einen enormen ökologischen Fußabdruck. Sie leiden jedoch zugleich unter den negativen Folgen des Klimawandels wie Hochwasser – jüngste Beispiele sind Venedig oder Kopenhagen –, Hitzewellen oder Waldbränden. Die Landwirtschaft trägt neben dem Verkehr ebenfalls zur Erderwärmung bei.
Das Spannungsfeld zwischen den Politikfeldern wie Klima-, Verkehrs- und Landwirtschaftspolitik sowie die Positionen verschiedener Interessensgruppen zu beleuchten, wird eines der Ziele der Veranstaltung sein.
Das CAES Symposium soll Impulse setzen, wie Maßnahmen zum Klimaschutz in der EU gestaltet werden müssen. Klima- und Energieziele, Instrumente und Rechtsvorschriften sollen aus unterschiedlichen, auch konvergierenden, Blickwinkeln, von Expert/-innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft betrachtet werden.

Weitere Informationen zum Symposium des Center fpr Applied European Studies an der Frankfurt University of Applied Sciences demnächst auf dieser Seite.

In Kooperation mit der Abteilung KompetenzCampus wird das Symposium als Weiterbildungsveranstaltung angeboten. Auf Anfrage vor Ort oder per Mail erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Koordinationsstelle WissWeitID: 7150
letzte Änderung: 21.08.2019